Westernreiten lernen

Westernreiten lernen

Das Westernreiten bietet Freiheit, Abenteuer und Naturnähe zugleich. Somit ist es für den Menschen, wie auch für das Pferd viel angenehmer, mühelos und bequem, da bei diesem Reitstil weniger Vorschriften gelten. Außerdem verleiht es ein besonderes Lebensgefühl und respektiert ebenso den Charakter des Pferdes. Angeblich soll das Westernreiten lernen viel einfacher sein, als die englische Reitweise. Auf dieser Seite erfahren Anfänger, Umsteiger und sattelfeste Profis Tipps und Tricks rund um das Westernreiten lernen, sowie die Geschichte des Westernreitens und dessen Ziel.

WesternClass

  1. Definition
  2. Geschichte
  3. Ziel
  4. Regeln und Unterschiede

Was ist das Westernreiten?

Die Reitweise beim Westernreiten macht es dem Reiter möglich, das Pferd mit den einfachsten Impulsen zu reiten. Erst dieses Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter ermöglichte den Cowboys die Arbeit vom Pferd aus zu erledigen. Das Westernreiten wird auch Impulsreiten genannt. Einige solcher Impulse sind:

  • geh
  • schneller
  • langsamer
  • rechts
  • links
  • stopp

Durch diese Impulse lassen den Reiter seinen Ausritt genießen und die Natur vom Pferd aus zu erleben. Das Westernreiten soll auch als Start für Anfänger geeignet sein, außerdem macht das Lernen im Gelände noch mehr Spaß als in der Halle.

Das Westernreiten und seine Geschichte

Das Westernreiten kommt ursprünglich aus Amerika (USA) und entstand hauptsächlich aus der Arbeit der Cowboys, welches von ihnen selbst entwickelt wurde, um die Arbeit mit den Rindern zu erleichtern. Da große Rinderherden im kaum besiedelten Land und ohne Zäune gehalten wurden, ging es meistens tagelang darum, die Herden über große Entfernungen durch das Land zu treiben. Hinzu kamen noch weitere Arbeiten wie beispielsweise das Abtrennen einzelner Rinder aus der Herde und das Einfangen der Tiere mit dem Lasso. Notwendig war, einen komfortablen Sattel (Westernsattel) für Pferd und Reiter zu haben, sowie eine Reitweise, die nicht permanent das Pferd zu kontrollieren versucht. So entwickelte sich aus den alltäglichen Bedürfnissen das moderne Westernreiten.

Das Ziel des Westernreitens

Beim Westernreiten geht es im Grunde darum, ein Pferd zu haben, welches sofort auf kurze Signale reagiert und gewisse Dinge selbst ausführt. Zum Beispiel gehört hier das Abtrennen der Rinder dazu. Beim Separieren arbeitet das Pferd teilweise selbstständig, wobei der Reiter es vermeiden sollte, sein Pferd dabei zu stören. Das Pferd sollte jedoch jederzeit reagieren, sobald es gestoppt werden soll, wenn der Reiter ein Rind eingefangen hat. Hierbei steht das Vertrauen und der Kontakt zwischen Pferd und Reiter im Vordergrund.

Regeln und Unterschiede zum klassischen Reitstil

Wie in der Dressur und dem Springreiten, so auch im Westernreiten: Der Weg bis dahin ist genauso mühsam und sorgfältig wie in den anderen Disziplinen. Die einzigen Unterschiede liegen bei der Ausrüstung und bei der Hilfengebung.

Einige Regeln und Unterschiede sind:

  1. Da es beim Westernreiten keine Anlehnung im Pferdemaul gibt, ist es wichtig, dem Pferd immer ausreichend Zügel zu geben, damit es sich so strecken kann, wie es möchte. Auch beim Wechseln in eine schnellere Gangart dürfen die Zügel nicht angenommen werden. Das im Maul keine Wirkung erzeugt wird, sollten die Zügel immer locker bleiben, solange man das Pferd nicht anhalten möchte.
  2. Beim Westernreiten dürfen die Zügel nur angenommen werden, wenn man das Pferd bremsen oder anhalten möchte. Auch beim Wechsel zwischen den Gangarten werden keine Zügel angenommen!
  3. Wenn das Pferd in der gleichen Gangart schneller oder die Gangart gewechselt werden soll, darf man treiben – ansonsten sollte man es unterlassen.
  4. Um im Westernstil reiten zu können, benötigt mein ein Pferd, das darauf trainiert ist, da die englisch gerittenen Pferde kaum die Signale des Westernreitens verstehen, sondern eher irritiert werden.
  5. Im Gegensatz zur englischen Reitweise sollten Sie beim Westernreiten möglichst locker und ohne Knieschluss sitzen, also die Beine locker herunterhängen lassen, ohne mit dem Pferd ständig in Kontakt zu geraten.
  6. Ein weiterer Unterschied ist, dass Sie beim Westernreiten längere Steigbügel haben, als beim englischen Reiten.
  7. Achten Sie darauf nicht ständig mit Ihren Beinen Kontakt zum Pferd aufzunehmen, da das Pferd dieses Signal als Treibhilfe ansieht.
  8. Beim Westernreiten bleiben Sie in allen Gangarten sitzen – auch im Galopp. Nur im äußersten Notfall ist Leichttraben erlaubt, um zu verhindern, dass Anfänger dem Pferd in den Rücken fallen.

Da diese Punkte nur die Grundzüge des Westernreitens sind, Sie aber das Westernreiten perfekt lernen möchten, dann sollten Sie nach einer Reitschule suchen, die Westernreitunterricht anbietet. Einige Dinge können eben nur in der Praxis erlernt werden. 🙂

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